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Es gibt 3 Namen in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben E beginnen.
E

Erquicklich

Bedeutung:
Erquicklich ist ein adjektivischer Ausdruck im Deutschen und bezeichnet etwas, das angenehm, wohltuend, aufmunternd oder Freude bereitend ist. Es beschreibt Dinge, Erlebnisse oder Zustände, die das Wohlbefinden steigern und positiv auf Stimmung oder Körper wirken.
Beispiel: „Ein Spaziergang an der frischen Luft ist erquicklich.“


Wortursprung und Etymologie:
- Das Wort leitet sich vom Verb erquicken ab, das „erfrischen, beleben, erfreuen“ bedeutet.
- Erquicken selbst stammt aus dem Mittelhochdeutschen erquicken, verwandt mit quicken („leben, frisch sein“), mit dem Präfix er- zur Verstärkung der Handlung.
- Die Wurzel ist in der althochdeutschen Sprache belegt, wobei es ursprünglich die Bedeutung von „gesund machen, beleben“ hatte.


Verwendung und Besonderheiten:
- Erquicklich wird vor allem in gehobener, literarischer oder formeller Sprache verwendet.
- Stilistisch vermittelt das Wort Wohlgefühl, Vitalität und positive Wirkung.
- Es kann sowohl auf körperliche als auch auf geistige oder emotionale Erfahrungen angewendet werden: „Das erquickende Gespräch machte ihm Mut.“


Synonyme und verwandte Ausdrücke:
angenehm, wohltuend, erfreulich, belebend, aufmunternd, tröstlich


Beispiele:
- „Die Aussicht vom Berggipfel war erquicklich.“
- „Ein kühles Bad an einem heißen Tag ist äußerst erquicklich.“

Eingereicht durch: admin

Etepetete

Bedeutung:
„Etepetete sein“ beschreibt umgangssprachlich ein geziertes, zimperliches, übertrieben wählerisches oder affektiertes Verhalten. Jemand, der etepetete ist, achtet übermäßig genau auf Etikette, äußeren Eindruck oder feine Unterschiede – oft mit einem leichten Unterton der Spöttelei.


Wortursprung und Etymologie:


- Der Ausdruck ist seit dem 17. Jahrhundert belegt und fand Eingang in den Berliner und norddeutschen Sprachgebrauch.


- Als mögliche Quelle wird das französische être, peut-être („sein, vielleicht“) diskutiert, über das sich eine Klangumwandlung ergeben haben könnte – im Sinne von Zögern, Vorsicht oder Unsicherheit in der öffentlichen Darstellung.


Verwendung und Besonderheiten:


Ursprünglich hatte etepetete eine neutralere Bedeutung – etwa zurückhaltendes, abwägendes Verhalten. Mit der Zeit erhielt der Begriff eine eher negative Färbung, um übertriebene Empfindsamkeit oder betontes Zurschaustellen zu kritisieren.


- Besonders häufig wird etepetete im Kontext von Mahlzeiten oder Geschmack verwendet – z. B. wenn jemand sich weigert, bestimmte Speisen zu essen, weil sie nicht richtig angerichtet sind.


- Auch in der Modewelt wird der Ausdruck verwendet, um eine Person zu charakterisieren, die sehr auf makellose Kleidung oder perfekte Erscheinung achtet.


- Der Begriff ist in höherem Maße stilistisch markiert – er wirkt bewusst überhöht, fast ironisch, wenn er gebraucht wird, um eine Person als zu fein, zu pingelig oder künstlich zu kennzeichnen.


Synonyme und verwandte Ausdrücke:
geziert, affektiert, prätentiös, zimperlich, herumziertelei

Eingereicht durch: admin

Eulenspiegel
Wenn von Till Eulenspiegel die Rede ist, denken alle an die weise Eule. Den Leuten dann auch noch den Spiegel vorhalten: Quasi ein "Che Guevara" für Arme. Die Onomastik (Namenkunde) findet diesen "Eulenspiegel" als Nachname in Satzform. Eul' mir den Spiegel!. Das bedeutet "Leck' mich am Arsch!". In der Original-Literatur taucht beständig die Bezeichnung "Schalk" auf. Ein Schalk ist kein Retter der Unterdrückten. Er ist eher ein Querulant!
Die mittelalterliche Welt kannte als Nachname sogar ganze Sätze. Das Säubern einer Oberfläche wird noch heute mit einer Hand-Eule (Handfeger) erledigt. Das Hinterteil mancher Tiere wird als Spiegel bezeichnet. Das Heck der Motorboote zeigt einen Spiegel. Eul' 'n Spiegel!
Eingereicht durch: Hans-Peter


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