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V

verliegen
Im Mittelalter ein gebräuchliches Wort. "Sich veliegen" Also der sittliche Müßiggang. Ein Verb, welches schon vor 1000 Jahren als sog. "reflexive Verb" verwendet wird. "Sich verliegen" ist somit das moralisch Schlimmste, was ein edler Ritter zeigen könnte.
Eingereicht durch: Hans-Peter

E

Eulenspiegel
Wenn von Till Eulenspiegel die Rede ist, denken alle an die weise Eule. Den Leuten dann auch noch den Spiegel vorhalten: Quasi ein "Che Guevara" für Arme. Die Onomastik (Namenkunde) findet diesen "Eulenspiegel" als Nachname in Satzform. Eul' mir den Spiegel!. Das bedeutet "Leck' mich am Arsch!". In der Original-Literatur taucht beständig die Bezeichnung "Schalk" auf. Ein Schalk ist kein Retter der Unterdrückten. Er ist eher ein Querulant!
Die mittelalterliche Welt kannte als Nachname sogar ganze Sätze. Das Säubern einer Oberfläche wird noch heute mit einer Hand-Eule (Handfeger) erledigt. Das Hinterteil mancher Tiere wird als Spiegel bezeichnet. Das Heck der Motorboote zeigt einen Spiegel. Eul' 'n Spiegel!
Eingereicht durch: Hans-Peter

M

mannigfaltig

Bedeutung:
Mannigfaltig ist ein adjektivischer Ausdruck im Deutschen und bezeichnet etwas, das vielfältig, unterschiedlich, abwechslungsreich oder in vielen Formen vorhanden ist. Es wird verwendet, um Vielfalt, Variantenreichtum oder Unterschiedlichkeit zu betonen.
Beispiel: „Die Aufgaben in diesem Projekt sind mannigfaltig.“


Wortursprung und Etymologie:
- Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen manigvaltic, zusammengesetzt aus manig („viel“) und valtic („verschiedenartig, vielfältig“).
- Es gehört zu den gehobenen, literarischen Ausdrücken der deutschen Sprache und ist seit dem Mittelalter belegt.
- Der Begriff vermittelt quantitative und qualitative Vielfalt gleichzeitig.


Verwendung und Besonderheiten:
- Mannigfaltig wird vor allem in gehobener, schriftlicher Sprache verwendet, etwa in Literatur, Wissenschaft oder formellen Texten.
- Stilistisch wirkt es präzise, gehoben und sachlich, im Gegensatz zu umgangssprachlichen Synonymen wie vielfältig, bunt oder abwechslungsreich.
- Häufig in Wendungen: „mannigfaltige Möglichkeiten“, „mannigfaltige Aufgaben“.


Synonyme und verwandte Ausdrücke:
vielfältig, abwechslungsreich, vielgestaltig, divers, vielschichtig


Beispiele:
- „Die mannigfaltigen Aktivitäten des Vereins reichen von Sport über Musik bis zu Kunstprojekten.“
- „Die Natur bietet mannigfaltige Eindrücke für den Reisenden.“

Eingereicht durch: admin

D

Donnerlittchen

Bedeutung:
Donnerlittchen ist ein umgangssprachlicher, scherzhafter Ausruf im Deutschen, der Überraschung, Erstaunen, Ärger oder Empörung ausdrückt. Er wird oft verwendet, um eine starke Emotion ohne grobe Kraftausdrücke zu markieren, ähnlich wie Donnerwetter!, Potzblitz! oder Himmelherrgott!.
Beispiel: „Donnerlittchen, das hätte ich nicht gedacht!“


Wortursprung und Etymologie:
- Der Ausdruck setzt sich aus „Donner“ (lautmalerisch für Donner, Kraft oder Überraschung) und der Diminutiv-Endung -littchen zusammen, die die Ausdruckskraft verspielter und milder gestaltet.
- „Littchen“ ist vermutlich eine Verniedlichungsform, ähnlich wie bei anderen Kose- oder Verkleinerungsformen im Deutschen.
- Historisch gehört der Ausdruck zu den volkstümlichen Ausrufen, die seit dem 18. und 19. Jahrhundert in der Alltagssprache nachweisbar sind.


Verwendung und Besonderheiten:
- Stilistisch wirkt Donnerlittchen humorvoll, altmodisch und volkstümlich, es wird oft ironisch oder spielerisch eingesetzt.
- Es ist ein euphemistischer Ausruf, der starken Gefühlen Ausdruck verleiht, ohne zu beleidigen oder vulgär zu sein.
- Typisch für den Ausdruck ist die lautmalerische Verstärkung der Emotion durch das Element Donner-, kombiniert mit der niedlichen Endung -littchen.


Synonyme und verwandte Ausdrücke:
Donnerwetter, Potzblitz, Himmelherrgott, Donnerknall, Heiliger Strohsack


Beispiele:
- „Donnerlittchen! Das ist ja unglaublich!“
- „Donnerlittchen, jetzt habe ich den Termin schon wieder vergessen!“

Eingereicht durch: admin

H

hurtig

Bedeutung:
Hurtig ist ein Adjektiv im Deutschen und bedeutet schnell, flink oder zügig. Es wird verwendet, um Bewegungen, Handlungen oder Abläufe zu beschreiben, die rasch, wendig oder ohne Verzögerung erfolgen.
Beispiel: „Er lief hurtig zur Bushaltestelle.“


Wortursprung und Etymologie:
- Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen hurtic und dem Althochdeutschen hurti, beides abgeleitet von hurt im Sinne von „schnell, lebhaft“.
- Es ist verwandt mit dem niederdeutschen hurtig und dem englischen Wort hurry (Eile, Hetze).
- Historisch wurde hurtig seit dem Mittelalter im Deutschen verwendet, um schnelle Bewegungen oder flottes Handeln zu beschreiben.


Verwendung und Besonderheiten:
- Hurtig ist vor allem in der Umgangs- und Standardsprache gebräuchlich, kann aber auch in literarischen Texten verwendet werden.
- Stilistisch wirkt es prägnant, aktiv und handlungsorientiert, oft in Verbindung mit Verben wie gehen, laufen, arbeiten.
- Häufig in Wendungen wie: „mach dich hurtig“ (Beeil dich!) oder „hurtig erledigen“.


Synonyme und verwandte Ausdrücke:
schnell, flink, zügig, rasch, eilig, fix


Beispiele:
- „Sie packte ihre Sachen hurtig zusammen und verließ das Zimmer.“
- „Die Postbotin ging hurtig die Straße entlang.“

Eingereicht durch: admin


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